FWG-Stadträtinnen besuchen Familienbäckerei Treffer

Am 16. Oktober ist internationaler Tag des Brotes: FWG-Stadträtinnen besuchen Familienbäckerei Treffer
Ein Blick hinter die Kulissen eines knapp 125 Jahre alten Handwerks – Genuss, Vielfalt und Gesundheit durch Brot


Pleinting. Zum Internationalen Tag des Brotes durften die drei FWG-Stadträtinnen – Silvia Ragaller (sie hatte die Führung organisiert) Brigitte Pollok-Will und Else Rauch zusammen mit den FWG-Stadtratskandidaten Oskar Bachhuber, Julian Hobelsberger und Helga Wanninger die Backstube der Familienbäckerei Treffer in Pleinting (ehemals Bäckerei Willi Stöhr) besuchen.

In dem modernen  Familienbetrieb wird seit knapp 125 Jahren nach bewährter Handwerkskunst gebacken, wobei alte  Rezepte bewahrt und mit zeitgemäßen Standards vereint werden. Stephan Treffer, Bäckermeister in vierter Generation, betont: „Die Produkte sind frei von künstlichen Zusatzstoffen und werden mit echtem Natursauerteig hergestellt. Die lange Reifezeit des Teiges, die zwischen 16 und 24 Stunden liegt, sowie die Ruhe- und Stehzeiten sind Zeichen echter Handarbeit und Geduld.“ Dies bestätige Willi Stöhr, dem die Backstube in Pleinting bis Ende 2022 gehörte, diese verkaufte und seitdem noch als Angestellter mitarbeitet.

Besonders hervorzuheben ist die Vielfalt an Getreidesorten: Roggen, Weizen und Dinkel bieten eine breite Palette an Geschmack und Textur. Das Sortiment zeugt von Genuss und Abwechslung, inspiriert von traditionellem Können und neuer Kreativität gleichermaßen. Sauerteig, der über lange Zeit gereift wird, verleiht dem Brot nicht nur Aroma, sondern trägt auch zur gesunden, ballaststoffreichen Ernährung bei. Gleichzeitig liefert das Brot eine Fülle von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen – wichtige Bausteine für eine ausgewogene Ernährung.

Etwa 100 Mitarbeitende sind im Betrieb beschäftigt. Die Führung für die Stadträtinnen begann nach Schichtende und dauerte knapp zwei Stunden. „Die Belegschaft umfasst rund 60–70 Verkäuferinnen, ca. 20 Mitarbeitende im Bäcker- und Konditoreibereich, Ausfahrer und Reinigungskräfte sowie vier Auszubildende aus neun Nationen“ so Sylvia Treffer, die im Büro / Verwaltung ihren Tätigkeitsbereich hat. Arbeitsbeginn in der Backstube ist meist um 22:30 Uhr; die ersten frischen Backwaren gehen bereits um 4:30 Uhr in den Verkauf. Pro Nacht entstehen an der Semmelstraße 6.000 bis 8.000 Semmeln. Die Besucher konnten beobachten wie Semmeln vorbereitet werden, bevor sie nach entsprechend langer Ruhe- und Kühlzeit als Rohlinge in sieben Filialen morgens gebacken werden.

Die beliebten „Geigersemmeln“ werden im Steinplattenofen in Pleinting und Vilshofen am Stadtplatz gebacken, die anderen Backwaren in modernen Strom-Backöfen. Da es bereits Passauer Semmeln gibt (sie heißen so, da es sie im Landkreis Passau gibt), schlug Silvia Ragaller vor, ob für das Jubiläumsjahr der Bäckerei Treffer und der Stadt Vilshofen 2026 eine spezielle Vilshofener Backwarekreiert werden könnte. Stephan Treffer war sehr angetan von dem Vorschlag. Aber auch leckere und Torten, Kuchen und Schnitten werden vom Konditoren-Team mit viel Liebe und Passion nach traditionellen Rezepten täglich frisch geliefert. Diese werden in kühleren Räumen gefertigt.

Die Besuchergruppe war sich einig, dass gutes und verträgliches Brot im Trend liegt und in der
öffentlichen Wahrnehmung immer wichtiger wird. Handwerklich produziertes Brot erhält wieder mehr Wertschätzung. „Wir als Kunden schätzen das und sind bereit, einen angemessenen Preis für  unser „tägliches Brot“ zu bezahlen, also für unsere Butter- und Pausenbrote, und kauften noch  Bauernbrot und Malzbrot auf dem Nachhauseweg ein.


Text Silvia Ragaller
Fotos: Julian Hobelsberger